1.6.1.2 - Kassel, Schloß Bellevue, Bauaufnahme des ersten Obergeschosses, Grundriß



1.6.1.2 - Kassel, Schloß Bellevue, Bauaufnahme des ersten Obergeschosses, Grundriß


Inventar Nr.: GS 14545
Bezeichnung: Kassel, Schloß Bellevue, Bauaufnahme des ersten Obergeschosses, Grundriß
Künstler: unbekannt
Datierung: um 1820
Geogr. Bezug: Kassel
Technik: Graphit, Feder in Schwarz
Träger: Papier
Wasserzeichen: -
Maße: 48 x 92 cm (Blattmaß)
Maßstab: bezifferter Maßstab mit Maßeinheit "Fus. Cassler / Maaß."
Beschriftungen: oben rechts: "16,1" (Graphit)


Katalogtext:
Der Grundriß der sorgfältig mit einer Doppellinie und farbig abgesetztem Rand eingefaßten Zeichnung zeigt das erste Obergeschoß des Bellevueschlosses im Zustand um 1820 (Brunner 1916; Holtmeyer 1923, S. 370-382). Da der unter Kurfürst Wilhelm I. nach dessen Rückkehr aus dem Exil 1813 angelegte Übergang vom Bereich des Palais Bellevue zu der Gebäudegruppe jenseits der Fünffensterstraße eingetragen ist, der 1825 von Johann Conrad Bromeis erbaute Festsaal am Palais des Prinzen Friedrich jedoch noch nicht, kann der Entstehungszeitpunkt des Planes in den Zeitraum zwischen 1813 und 1825 datiert werden. Er ist damit einer der frühen Belege für die Veränderungen, denen dieser Baukomplex in der Zeit der 'westphälischen' Herrschaft unterzogen worden war, als hier nach dem Schloßbrand von 1811 die provisorische Residenz für den Hof König Jérômes eingerichtet wurde. In diesem Zusammenhang waren vor allem ein zweiter Flügel parallel zur ehemaligen Gemäldegalerie des 18. Jahrhunderts sowie das Remisengebäude an der Bellevuestraße entstanden, so daß dadurch im Innenbereich zwei geschlossene Höfe gebildet wurden. Den alten und den neuen Flügelbau verband man durch die "Glasgalerie" mit viertelkreisförmigen Kompartimenten. Weiterhin waren 1812 drei an das Palais des Prinzen Wilhelm anschließende Privathäuser an der Frankfurter Straße hinzugekauft worden (zum Ankauf vgl. StAM Best. 75, 10 II B 18), die der Kurfürst behielt und deren Grundrisse mit den deutlich stärkeren Trennwänden ebenfalls dargestellt sind.
In dem größeren Innenhof sind noch schwach vermaßte Grundrißskizzen von Gebäuden zu erkennen, die nicht eindeutig zugeordnet werden können.
Die nachträglich auf dem oberen rechten Rand mit Graphit eingetragene Ordnungszahl "16,1" korrespondiert mit der Zahl "16,2" auf dem Blatt GS 14518, das den Aufriß von zwei Gebäudefronten des Bellevueschlosses zeigt, jedoch schon in 'westphälischer' Zeit angefertigt worden ist.
Stand: September 2004 [GF]


Literatur:
unpubliziert


Letzte Aktualisierung: 20.09.2017


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