1.70.2.7 - Kassel, Garnisonkirche, Entwurf, Aufriß von Süden



1.70.2.7 - Kassel, Garnisonkirche, Entwurf, Aufriß von Süden


Inventar Nr.: GS 14611
Bezeichnung: Kassel, Garnisonkirche, Entwurf, Aufriß von Süden
Künstler: unbekannt
Datierung: um 1835
Geogr. Bezug: Kassel
Technik: Graphit, Feder in Rot, Blau und Schwarz
Träger: Papier
Wasserzeichen: -
Maße: 34 x 40 cm (Blattmaß)
Maßstab: unbezifferter Maßstab ohne Maßeinheit
Beschriftungen: oben mittig: "Aufriss / von der Hof- und Garnisons-Kirche / nach dem Hornschen Besitzthum." (Feder in Schwarz)
oben links: "II." (Feder in Schwarz)
verso: "240" (Graphit)
verso: "71" (Farbstift in Schwarz)


Katalogtext:
Das Blatt präsentiert die Südseite der Garnisonkirche mit den eingezeichneten Firstlinien der Nachbargebäude, die die Schwierigkeit für die Belichtung des Kirchenraums deutlich werden läßt. Der Umbauentwurf zielte auf eine Veränderung des mittleren Dachraums ab, die hier in Rot eingezeichnet ist und einen anderen Neigungswinkels des zu durchfensternden mittleren Dachbereichs vorsah. Ob und inwieweit dieser Entwurf das Projekt zur besseren Belichtung des Kirchenraumes berührt, läßt sich anhand der Zeichnung nicht erschließen. Möglicherweise war ein offener Dachstuhl geplant, um eine Lichtführung von oben zu erreichen. Der Umbau des Dachstuhls wäre in jedem Fall notwendig gewesen. Durch eine weitere Dachgaube war eine zusätzliche Belichtung an der Ostseite der Kirche geplant.
Die römische Zahl "II" in der rechten oberen Ecke deutet das Vorhandensein mindestens einer weiteren zugehörigen Zeichnung an, die vermutlich einen Querschnitt und eventuell eine Ansicht der Nordseite zum Gegenstand hatte. Ein im Hessischen Staatsarchiv Marburg vorhandene Querschnitt (StAM P II, Nr. 4111/3) gibt die nach Süden hin verstärkte Dachneigung an, ohne jedoch eine entsprechende Numerierung aufzuweisen.
Das Motiv und die damit in Zusammenhang stehende Thematik dieses Südseitenaufrisses finden sich in einem Vergleichsblatt wieder (GS 14607). In beiden Fällen werden die Umrisse der angrenzenden Häuser und insbesondere ihrer für die Lichtführung wichtigen Firstlinien auf der Fassade der Garnisonkirche dargestellt. Im Gegensatz zu dem Vergleichsblatt, das durch verschiedene Lavierungsfarben eine Abgrenzung zwischen existierender und geplanter Bebauung vornimmt, wurden hier die Umrißlinien in verschiedenen Farben ausgeführt. Dabei ist die schwarze Feder der existierenden Bausubstanz vorbehalten. Davon grenzt sich die rot gestrichelte Linie der Bebauungsplanung an der Barackenstraße ab, die neben dem Wohnhaus einen Anbau in Form eines schmalen Mauerstreifens mit kräftiger Gesimsgliederung zeigt, bei dem es sich um das zu versetzende Wachthaus handeln könnte (StAM Best. 190a, Kassel, Nr. 304).
Stand: September 2004 [MH]


Literatur:
unpubliziert


Letzte Aktualisierung: 20.09.2017


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