1.67.2.35 - Kassel, Martinskirche, Entwurf zur Dekoration der Sakristeiwand, Aufriß und Schnitt



1.67.2.35 - Kassel, Martinskirche, Entwurf zur Dekoration der Sakristeiwand, Aufriß und Schnitt


Inventar Nr.: GS 14627
Bezeichnung: Kassel, Martinskirche, Entwurf zur Dekoration der Sakristeiwand, Aufriß und Schnitt
Künstler: Hugo Schneider (1841 - 1925), Architekt
Datierung: 1886
Geogr. Bezug: Kassel
Technik: Graphit, Feder in Schwarz, koloriert
Träger: Papier
Wasserzeichen: "FELIX HEIN. SC[...]LLER"
Maße: 33,7 x 44,4 cm (Blattmaß)
Maßstab: -
Beschriftungen: oben rechts: "Sacristei / in der St. Martins- / kirche en Cassel, / 19,11" (Graphit)
unten rechts: "Cassel 1886 / H Schneider." (Feder in Braun)
verso: "IV b. 2 (9)" (Graphit)


Katalogtext:
Die aquarellierte Federzeichnung erfaßt eine Wand der Sakristei der Martinskirche, für die Schneider einen Dekorationsvorschlag macht. Schon im Vorfeld der Restaurierungs- und Instandsetzungsarbeiten an der Martinskirche forderte die Gemeinde auch eine neue, stilgerechte Ausmalung des Kirchenraums, für die Schneider Pläne anfertigte (Walter 1994, S. 165). 1892 kamen diese auch zur Ausführung. Das vorliegende Blatt ist das einzige im Nachlaß Schneider, das in diesen Kontext zu gehören scheint.
Die Wandfläche bis zum Ansatz der Gewölbe wird durch eine graue Quadermalerei über einer dunkelgrauen Sockelzone bestimmt, während die der Wand vorgelegten, basenlosen Dienste weiß gehalten sind. In der linken Ecke fehlt die Säule, die in der rechten Ecke angelegt ist. Auch ist in der Wandfläche ein hochrechteckiges weißes Feld mit reichem, farbig gefaßtem Profil angelegt, dessen Funktion der Zeichnung nicht zu entnehmen ist; für eine Türöffnung dürfte sie zu klein sein, wenn der Zeichnung auch kein Maßstab beigegeben ist.
Die Kapitellzone ist durch eine weißgrundige Bordüre mit stilisierten Blüten und Zweigen markiert, die Kapitelle selbst sind in Rot und Gelb gehalten. Ein gemalter Zinnenkranz vermittelt zu den Schildbögen, in denen auf weißem Grund Blumen und Rosetten in Schablonenmalerei angelegt werden sollen. Die Gewölberippen sind grau oder weiß gefaßt, mit Blüten oder Blättern verziert sowie im Anschluß an die hier nicht gezeigten Schlußsteine stärker farbig dekoriert. Rankenmalerei auf weißem Grund füllt die Gewölbekappen.
Unklar ist, was am linken und rechten Rand der Zeichnung dargestellt ist. Sind hier Schnitte durch die angrenzenden Mauern angelegt? Welche Funktion haben dann die Rippen und Konsolsteine, die am rechten Rand angedeutet sind? Eine genauere Einbettung der Zeichnung in den architektonischen Kontext ist noch zu leisten.
Stand: September 2007 [LK]


Literatur:
unpubliziert


Letzte Aktualisierung: 09.04.2015


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