1.67.2.29 - Kassel, Martinskirche, Entwurf zum Westbau mit Orgel und Sängerbühne, Grundriß



1.67.2.29 - Kassel, Martinskirche, Entwurf zum Westbau mit Orgel und Sängerbühne, Grundriß


Inventar Nr.: L GS 14639
Bezeichnung: Kassel, Martinskirche, Entwurf zum Westbau mit Orgel und Sängerbühne, Grundriß
Künstler: Hugo Schneider (1841 - 1925), Architekt
Datierung: 1891
Geogr. Bezug: Kassel
Technik: Graphit, Feder in Schwarz
Träger: Transparentpapier
Wasserzeichen: -
Maße: 35,7 x 46,5 cm (Blattmaß)
Maßstab: -
Beschriftungen: oben links: "17." (Farbstift in Rot)
oben rechts: "ST. MARTINS-KIRCHE. / ORGEL UND SAENGER-BÜHNE." (Feder in Schwarz)
unten rechts: "CASSEL 1891 / H. SCHNEIDER." (Feder in Schwarz)
in der Darstellung: "GRUNDRISS."; "BÄLGEKAMMER."; "WIND-FANG."; "VORHALLE."; "SAENGER-BÜHNE." (Feder in Schwarz)


Katalogtext:
In einen recht genauen Grundriß der Türme, der Vorhalle und des westlichen Joches des Kirchenschiffs skizziert Schneider einen neuen Windfang hinter dem Westportal, der in seiner Südecke eine Wendeltreppe aufnimmt und im Norden ein Stück weit bis zur Tür in den Nordturm verlängert ist. Im Anschluß an die Wendeltreppe ist der Süd- und der Ostwand der Vorhalle eine Galerie vorgelegt, die einen Zugang zur Orgelbühne eröffnet. In den Durchgang von der Vorhalle zum Kirchenschiff ist die Orgel eingestellt, begleitet von zwei den Pfeilern des Triumphbogens vorgelegten Nebenwerken. Die Sängerempore springt als halbes Achteck in den Kirchenraum hinein vor. Nur grob skizzierte Rechtecke machen deutlich, daß die Grundrißskizze noch Überarbeitungen unterzogen wurde.
Kontext der Grundrißskizze sind einige kleinere Ergänzungen und Änderungen, die 1891 nach Abschluß der wesentlichen Instandsetzungsarbeiten an der Martinskirche vorgenommen wurden. Eine Reihe von Maßnahmen, für die Schneider 1891 erste Skizzen vorlegte, betraf die westliche Vorhalle und die Orgelbühne, die Vorhalle und Kirchenschiff voneinander scheidet. Er beabsichtigte, den alten Windfang an der Nahtstelle von Schiff und Vorhalle abzubrechen und dafür einen neuen unmittelbar vor dem Hauptportal anzulegen, der in baulicher Einheit mit einer neuen Zugangstreppe zur Orgelbühne stehen sollte. Diese wollte Schneider über eine Galerie mit der Orgelbühne verbinden.
In der Tat wurde die Orgel schon 1892 abgebaut, um die geplanten Veränderungen vorzunehmen und einem Neubau Platz zu machen (vgl. L GS 14651). Nach langen Verhandlungen wurde die generalüberholte alte Orgel 1895 neu aufgesetzt, aber etwas weiter in das Langhaus gerückt, wobei zugleich die Bälge - wie schon in dieser Skizze geplant - in das Obergeschoß des Südturms gelegt wurden. Auch der Windfang nebst Treppe kam 1895 zur Ausführung (vgl. L GS 14636).
Stand: September 2007 [LK]


Literatur:
unpubliziert


Letzte Aktualisierung: 08.09.2017


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