1.67.2.30 - Kassel, Martinskirche, Entwurf zur Balkendecke des Windfangs in der Vorhalle, Grundriß und Untersicht



1.67.2.30 - Kassel, Martinskirche, Entwurf zur Balkendecke des Windfangs in der Vorhalle, Grundriß und Untersicht


Inventar Nr.: L GS 14641
Bezeichnung: Kassel, Martinskirche, Entwurf zur Balkendecke des Windfangs in der Vorhalle, Grundriß und Untersicht
Künstler: Hugo Schneider (1841 - 1925), Architekt
Datierung: 07.10.1895
Geogr. Bezug: Kassel
Technik: Graphit, Feder in Schwarz und Rot, rot laviert
Träger: Transparentpapier
Wasserzeichen: -
Maße: 45,2 x 37,1 cm (Blattmaß)
Maßstab: bezifferter Maßstab ohne Maßeinheit (abgerissen), "1:25"
Beschriftungen: oben links: "St. Martinskirche zu Cassel / Vorhallen Umbau. Übersichtsblatt für die Balkendecke" (Feder in Schwarz)
oben rechts: "Blatt 8." (Feder in Schwarz)
oben rechts: "Bemerkung! Die in schwarzen Zahlen eingetragenen Maaße / entsprechen den Aufmaaßen, welche von dem Unternehmer durch Aufmessung an Ort und Stelle zu vergl. sind (§ 5 der Bes. [...]) / Die in roten Zahlen eingetragenen Maaße sind für / die Ausführung nötig." (Feder in Schwarz)
unten links: "Cassel, 7. Oktober" (Feder in Schwarz)


Katalogtext:
In der Pause ist der Grundriß der westlichen Vorhalle der Martinskirche angelegt, in den eine Kassettendecke oberhalb des im Grundriß mit erfaßten, projektierten Windfangs hinter dem Westportal (vgl. L GS 14636) eingetragen ist. Die aus gekehlten Balken zusammengefügte und mit Brettern ausgefachte Konstruktion besteht aus zwei Reihen von je acht längsrechteckigen und sechs leicht querrechteckigen Feldern, wobei die fehlenden querrechteckigen Felder von der Spindel des in den Windfang integrierten Treppenturms eingenommen werden. Vier dieser kleinen Felder, nämlich jene über den Türen des Windfangs, sollten statt mit Brettern mit Gittern versehen werden, wie Schneider handschriftlich anmerkte. Da der Grundriß des Nordturms etwas nach Südosten verkippt ist, ergeben sich an der Nordseite der Vorhalle trapezförmige Kassettenfelder unterschiedlicher Breite. Da außerdem die Decke in Untersicht dargestellt ist, wird nicht erkennbar, wo über ihr die Orgelbühne ansetzt und wie die Wegeführung von der Treppenspindel zur Orgelbühne konstruktiv gelöst werden sollte.
Das neue Element in der Darstellung ist in der Tat der Windfang; die Holzdecke ist als Bestand nur deshalb mit erfaßt, um nötige Anpassungen anzutragen. Obwohl der schlechte Erhaltungszustand des Blattes keine Jahreszahl erkennen läßt, legt Annette Walter (1994, S. 165) im Rahmen der Restaurierungsgeschichte der Martinskirche schlüssig dar, daß zum einen der Windfang erst 1895 ausgeführt wurde, zum anderen die Holzdecke in der Vorhalle schon kurz nach 1891 eingezogen worden war. Sie sollte zudem entgegen den hier ersichtlichen Abänderungsvorschlägen noch 1895 entfernt werden, ohne daß es jedoch zu einer Freilegung des reichen Netzgewölbes der Vorhalle kam. Obwohl Schneiders Skizze für eine neue Orgel 1891 die Sichtbarmachung des Gewölbes bereits vorsah (vgl. L GS 14651), blieb eine Holzverschalung in größerer Höhe bestehen.
Stand: September 2007 [LK]


Literatur:
unpubliziert


Letzte Aktualisierung: 08.09.2017


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