1.67.1.4 - Kassel, Martinskirche, Entwurf zur Umgestaltung des Kirchenraums, Grundriß



1.67.1.4 - Kassel, Martinskirche, Entwurf zur Umgestaltung des Kirchenraums, Grundriß


Inventar Nr.: GS 14654
Bezeichnung: Kassel, Martinskirche, Entwurf zur Umgestaltung des Kirchenraums, Grundriß
Künstler: Heinrich Georg d. J. Rudolph (1811 - 1887), Zeichner
Datierung: 1840-1843
Geogr. Bezug: Kassel
Technik: Graphit, Feder in Schwarz, schwarz laviert
Träger: Papier
Wasserzeichen: "J WHATMAN / TURKEY MILL / 1827"
Maße: 54,8 x 43,1 cm (Blattmaß)
Maßstab: unbezifferter Maßstab ohne Maßeinheit
Beschriftungen: oben links: "2" (Farbstift in Rot)
oben mittig: "Grundriss / der / St. Martins Kirche zu Cassel." (Feder in Schwarz)
unten rechts: "Rudolph" (Feder in Schwarz)
unten rechts: "A. 3 / V. 3" (Feder in Schwarz)


Katalogtext:
Die gerahmte Grundrißdarstellung der Martinskirche stammt vermutlich von dem Baueleven Heinrich Georg Rudolph, der zusammen mit Ungewitter an den Arbeiten der 1840er Jahre beteiligt war und die Vorlage für einen Querschnitt der Kirche anfertigte (GS 12774).
Der Entstehungshintergrund des Blattes ist die Umgestaltung des Kirchenraums mit der Verlegung von Altar und Kanzel. In den schwarz lavierten Grundriß hat Rudolph allerdings nicht die spätere Lage des Altars im östlichsten Mittelschiffjoch eingetragen, sondern eine Position zwischen den beiden östlichen Arkadenpfeilern. Auch die Stellung der Kanzel am zweiten Arkadenpfeiler entspricht nicht der ausgeführten Verlegung vom vierten an den ersten südlichen Pfeiler. Ob es sich hier um eine konkrete Überlegung handelt oder um einen fehlerhaften Eintrag, läßt sich nicht mit Sicherheit beantworten. Allerdings ist die Darstellung insgesamt recht flüchtig ausgeführt. Zudem ist der Kreuzfiguration der Gewölberippen nur für die Seitenschiffe zutreffend. Dies spricht eher für eine fehlerhafte Aufnahme des damals noch in der Ausbildung befindlichen Baueleven Rudolph. Bemerkenswert sind zudem die zwischen den Mittelschiffpfeilern und um den Altar angeordneten Felder mit Zickzackmuster, die vermutlich einen Fußbodenbelag andeuten sollen. Bei den an der Südmauer ansetzenden Diagonallinien, die auf einer Gerade zu liegen kommen, die wiederum schräg durch die Nordwestecke des Gebäudes geführt wird, handelt es sich vermutlich um das Hilfsliniengerüst zur Anfertigung einer perspektivischen Ansicht.
Das Blatt zeigt eine Reihe von Gebrauchsspuren.
Stand: August 2007 [MH]


Literatur:
unpubliziert


Letzte Aktualisierung: 20.09.2017


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