1.4.2.5 - Kassel, Residenzschloß, Entwurf zum Obergeschoß, Grundriß



1.4.2.5 - Kassel, Residenzschloß, Entwurf zum Obergeschoß, Grundriß


Inventar Nr.: L GS 15161
Bezeichnung: Kassel, Residenzschloß, Entwurf zum Obergeschoß, Grundriß
Künstler: Johann Heinrich Wolff (1792 - 1869), Zeichner
Datierung: 1824/25
Geogr. Bezug: Kassel
Technik: Graphit, Feder in Schwarz
Träger: Papier
Wasserzeichen: -
Maße: 23,1 x 20,2 cm (Blattmaß)
Maßstab: -
Beschriftungen: oben links: "Bl. 218." (Feder in Rot)


Katalogtext:
Die kleinformatige Zeichnung gehört zu der Entwurfsserie für das Kasseler Residenzschloß. Sie ergänzt die Darstellung des Untergeschosses (L GS 15160) und des Aufrisses (L GS 15158) um den entsprechenden Obergeschoßgrundriß. Wie im Fall des Untergeschoßgrundrisses (L GS 15160) setzte Wolff im westlichen Teil des Gebäudekomplexes an - hier ist die Zeichnung am weitesten ausgeführt - und brach die Ausführung dann im östlichen Teil ab.
Im Gegensatz zu der Grundrißstruktur im Untergeschoß aus kleinen und mittelgroßen aneinanderhängenden Einzelräumen schuf Wolff im oberen Geschoß lange Raumfluchten, die von Erschließungskorridoren und Vorsälen begleitet werden. Entsprechend der Geschoßhierarchie finden sich im Obergeschoß die Räume mit repräsentativer Funktion. Der zentrale Innenhof wird von langgestreckten Galerien umschlossen. Der westliche Trakt, der durch Doppelsäulenstellungen in drei überkuppelte Raumabschnitte unterteilt wird, könnte als Thron- oder Festsaal angelegt worden sein. Diese Raumstruktur entwickelte Wolff nach einem Entwurf seines Mitschülers an der Pariser "École d'Architecture“, Louis-Theodore Liman (L GS 15216). Liman hatte die Zeichnung mit Grundriß und Schnitt einer Galerie als Wettbewerbsbeitrag eingereicht und im Anschluß Wolff zu Studienzwecken überlassen. Dem repräsentativen Saal im Westen läßt sich gegenüberliegend ein ähnlich strukturierter Saal ergänzen. In den westlichen und östlichen Kreuzarmen hätten dann die Wohnappartements in dem erforderlichen Umfang angelegt werden können.
Der vorliegende Entwurf kann als Ergebnis von Wolffs Studium an der Pariser "École d'Architecture“ gewertet werden. Im Rahmen verschiedener Grundrißentwürfe für öffentliche Gebäude beschäftigte er sich mit der achsensymmetrischen Form eines um mehrere Innenhöfe angelegten Baukomplexes (L GS 15241, L GS 15242, L GS 15251, L GS 15253).
Stand: September 2004 [MH]


Literatur:
unpubliziert


Letzte Aktualisierung: 08.09.2017


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