1.4.2.6 - Kassel, Residenzschloß, Entwurf zum Obergeschoß, Grundriß



1.4.2.6 - Kassel, Residenzschloß, Entwurf zum Obergeschoß, Grundriß


Inventar Nr.: L GS 15162
Bezeichnung: Kassel, Residenzschloß, Entwurf zum Obergeschoß, Grundriß
Künstler: Johann Heinrich Wolff (1792 - 1869), Zeichner
Datierung: 1824/25
Geogr. Bezug: Kassel
Technik: Graphit
Träger: Transparentpapier
Wasserzeichen: -
Maße: 34,2 x 25,6 cm (Blattmaß)
Maßstab: -
Beschriftungen: oben rechts: "Bl. 177" (Farbstift in Rot)


Katalogtext:
Das Blatt gehört zu einer das Kasseler Residenzschloß behandelnden Entwurfsserie (L GS 15156, L GS 15157, L GS 15160 - L GS 15164, L GS 15226, L GS 15238, L GS 15250, L GS 15352). Die unvollendete Zeichnung mit der Darstellung der östlichen Obergeschoßhälfte ergänzt und variiert einen anderen Obergeschoßgrundriß (L GS 15161), bei dem sich Wolff auf die westliche Grundrißhälfte konzentrierte.
Obwohl er den Entwurf nicht vollendete, ist aus dem Plan ersichtlich, daß dem repräsentativen Saal im Westen ein gleich strukturierter Saal im Osten zugeordnet werden sollte, der als Thron- oder Festsaal hätte fungieren können. Die Erschließung des oberen Geschosses erfolgt von dem offenen Treppenhaus aus, das an das transversale Vesibül anschließend in dem mittleren Quertrakt untergebracht ist. Die einläufige Treppe mit Zwischenpodest führt auf den inneren, den quadratischen Zentralhof umgebenden Trakt zu. Statt der langgestreckten Galerie, die Wolff bei dem anderen Obergeschoßgrundriß (L GS 15161) entwickelte, zeigt sich hier ein stärker untergliedertes Raumkonzept, das der Struktur im Erdgeschoß entspricht. Unterschiedlich ist zudem die Binnenstruktur des zur Aue hin ausgerichteten zweigeschossigen Kuppelsaals. Die raumerweiternden Halbrundnischen sind geschlossen und zu kreisrunden Erschließungsräumen mit Spindeltreppen umfunktioniert worden. Diese Aufteilung findet sich in einem älteren Grundrißentwurf wieder (L GS 15157). Vermutlich ist der vorliegende Entwurf vor demjenigen entstanden, der sich durch eine stärker vereinheitlichende und durchlässigere Raumaufteilung auszeichnet (L GS 15161).
Stand: September 2004 [MH]


Literatur:
unpubliziert


Letzte Aktualisierung: 08.09.2017


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