1.18.4.6 - Kassel, Hessisches Landesmuseum; Fulda, Dommuseum, Entwurf für einen Schrank, Vorder- und Seitenansicht, Schnitt



1.18.4.6 - Kassel, Hessisches Landesmuseum; Fulda, Dommuseum, Entwurf für einen Schrank, Vorder- und Seitenansicht, Schnitt


Inventar Nr.: GS 15717
Bezeichnung: Kassel, Hessisches Landesmuseum; Fulda, Dommuseum, Entwurf für einen Schrank, Vorder- und Seitenansicht, Schnitt
Künstler: Bernhard Krapp (tätig um 1912 - um 1919)
Datierung: 1914
Geogr. Bezug: Kassel, Fulda
Technik: Graphit, Farbstift in Orange
Träger: Transparentpapier
Wasserzeichen: -
Maße: 48,5 x 67,8 cm (Blattmaß)
Maßstab: "1:10"
Beschriftungen: oben links: "Königliches Museum zu Cassel / Schränke für das Dommuseum zu Fulda" (Graphit)
oben rechts: "Bl 1." (Graphit)
unten rechts: "Alle Masse verstehen sich nach fertiger Bearbeitung" (Graphit)
unten rechts: "Cassel, März 1914 / Krapp." (Graphit)
in der Darstellung: "Wand zum Ausheben. / Platte zum Ausheben!" (Graphit)


Katalogtext:
Krapp hat den 3,40 m breiten und 0,85 m tiefen, ca. 2,50 m hohe Schrank dem Titel zufolge offensichtlich für zwei Häuser konzipiert, sowohl für das Hessische Landesmuseum in Kassel wie auch für das Dommuseum in Fulda. Der schlichte Schrankentwurf beruht auf einem rein funktionalen Prinzip. Drei Glasscheiben sind vorderseitig mit einem Rahmensystem verbunden. Sockel und Aufsatz bilden jeweils ein Möbelteil, das mit durchgehenden Profilen gearbeitet ist, wobei sich der oben verglaste Aufsatz wie ein Deckel abnehmen läßt. Um die Vitrine zu bestücken bzw. Objekte auszutauschen, kann eine Platte in der hölzernen Rückwand herausgenommen werden. Da die Vitrine jedoch als Wandvitrine gedacht war und sowohl durch ihr Gewicht wie durch ihre Größe ein Abrücken von der Wand erhebliche Mühe bereitet hätte, ist im laufenden Museumsbetrieb das herausnehmbare Seitenteil für die Öffnung des Möbels als praktikable Alternative anzusehen.
Mehrere Stücke dieses Vitrinenmodells gehören noch heute zum Museumsinventar. Allerdings handelt es sich hierbei nicht um den hier vorliegenden recht breiten Typus, sondern um ein schmaleres und nicht ganz so tiefes (B 1,62 m, T 0,52 m) Modell mit nur einer Frontscheibe. Einige Stücke sind, wie in dem vorliegenden Entwurf beschrieben, aus Nußholz gearbeitet, andere dagegen nur aus dunkel gebeiztem Kiefernholz. In der Ausstellung finden sie noch Verwendung zur Präsentation der Ostasiatika. Zudem werden mehrere Stücke als Depotschränke für die kunsthandwerklichen Sammlungen genutzt.
Stand: August 2007 [MH]


Literatur:
unpubliziert


Letzte Aktualisierung: 20.09.2017


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