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7.5.1.1 - Windsor Castle, St. Georges Chapel, Detailskizze, perspektivische Ansicht



7.5.1.1 - Windsor Castle, St. Georges Chapel, Detailskizze, perspektivische Ansicht


Inventar Nr.: GS 12369
Bezeichnung: Windsor Castle, St. Georges Chapel, Detailskizze, perspektivische Ansicht
Künstler: Hugo Schneider (1841 - 1925), Zeichner
Datierung: 1867
Geogr. Bezug: Windsor
Technik: Graphit
Träger: Papier
Wasserzeichen: nicht ermittelbar
Maße: 13,3 x 19,2 cm (Blattmaß)
Maßstab: -
Beschriftungen: unten rechts: "Windsor. St. Georges Chapel / 1867" (Graphit)
verso: "British Museum / Metopen am Parthenon Athen" (Graphit)


Katalogtext:
1867 unterbrach Hugo Schneider seine Tätigkeit in Aachen und ging nach England, um im Büro des renommierten Neogotikers Gilbert Scott weitere Erfahrungen zu sammeln. Zugleich nutzte er seinen Aufenthalt zum Antikenstudium. Sein Nachlaß enthält eine Reihe von Skizzenbuchblättern, die antike Skulpturen und Vasen sowie einige gotische Kunstwerke aus den Sammlungen des British Museum zeigen (vgl. u.a. L GS 12363 - L GS 12365 u. L GS 12373 - L GS 12374). Auch die Rückseite dieser Reiseskizze der St. Georges Chapel auf Schloß Windsor nutzte Schneider für Studien im Museum; sie zeigt Skizzen zu den Metopen des Parthenonfrieses.
Windsor Castle zählt zu den Hauptresidenzen der englischen Monarchen. Die Ursprünge der Schloßanlage liegen im 11. Jahrhundert in der Zeit der Herrschaft Wilhelms des Eroberers, der auf einem künstlichen Hügel einen vieleckigen, gedrungenen Turm anlegen ließ. Dieser Turm trennt die kontinuierlich gewachsene Anlage heute in zwei Teile, den Unteren Hof mit der Georgskapelle und den Oberen Hof mit den repräsentativen Staats- und den privaten königlichen Gemächern.
Die dem englischen Nationalheiligen Georg geweihte Kapelle auf dem Unteren Hof geht auf das hohe Mittelalter zurück. 1390 war der Ursprungsbau jedoch so einsturzgefährdet, daß der Bau erneuert wurde. Nach neuerlicher Baufälligkeit begann man ab 1475 unter Eduard IV. mit der Errichtung der heutigen Kapelle, die Anfang des 16. Jahrhunderts unter Heinrich VII. fertiggestellt war. Es entstand - als ein Musterbeispiel für den "perpendicular style" der englischen Gotik - eine Kirche von fast schon kathedralartigen Ausmaßen, die den englischen Königen auch als Grablege dient und zugleich geistliches Zentrum des Hosenbandordens ist, der hier seine jährlichen Zusammenkünfte begeht.
Schneider erfaßt in seiner Skizze nur ein kleines Detail der Kapelle, den Zwickel von Querschiff und Chor, und skizziert im Vordergrund auch Teile der Anbauten. Er erzielt dadurch eine malerische Staffelung der Baukörper, die er erst nach der Regotisierung von Kapelle und Schloßanlage kennenlernte. Zwischen 1824 und 1840 gab der Architekt Jeffry Wyatville dem Schloß ein mittelalterliches Aussehen, nachdem es insbesondere im späten 17. und frühen 18. Jahrhundert zu Umgestaltungen im damaligen Zeitstil gekommen war.
Stand: September 2007 [LK]


Literatur:
unpubliziert


Letzte Aktualisierung: 25.11.2022


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